„Du musst jetzt nach vorne schauen.“ Ein Satz, der Mut machen soll, bei Menschen in Trauer aber genau das Gegenteil bewirken kann. Denn wer einen nahestehenden Menschen verloren hat, braucht selten gut gemeinte Ratschläge. Oft helfen Zuhören, Geduld und die Bereitschaft, auch schwierige Gefühle auszuhalten, viel mehr.
Wie können Angehörige, Freunde oder Nachbarn Menschen in Trauer unterstützen? Welche Worte helfen, welche verletzen möglicherweise? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die nächste Veranstaltung der Reihe HELP des Palliativnetzes Oberhausen e.V. am Mittwoch, 4. November, von 18 bis 20 Uhr.
Unter dem Titel „Du musst jetzt nach vorne schauen“ erläutert Trauerbegleiterin Sandra Förster, warum Trauer bei jedem Menschen anders verläuft und weshalb es weder einen festen Zeitplan noch eine allgemeingültige Anleitung für den Umgang damit gibt.Gerade im persönlichen Umfeld sorgt Trauer häufig für Unsicherheit. Soll man den Verlust ansprechen oder lieber schweigen? Ist es richtig, Betroffene abzulenken? Und wie verhält man sich, wenn jemand auch nach Monaten noch intensive Trauer empfindet?
Aus Sorge, etwas falsch zu machen, ziehen sich manche Menschen zurück. Dabei können gerade kleine Gesten, ehrliches Interesse und verlässliche Nähe eine große Hilfe sein.Die zweistündige Veranstaltung vermittelt praktische Anregungen für solche Begegnungen.
Sandra Förster spricht über verbreitete Missverständnisse, über verletzende Formulierungen und darüber, wie sich Trauernde begleiten lassen, ohne sie unter Druck zu setzen. Auch die Bedeutung von Zeit, Geduld und persönlichen Grenzen kommt zur Sprache.
Die kostenfreie HELP-Veranstaltung findet im Pallottihaus, Vikariestraße 2a in Oberhausen, statt. Sie richtet sich an alle Interessierten, insbesondere an Menschen, die in ihrem privaten oder ehrenamtlichen Umfeld mit Trauernden in Kontakt stehen.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es Hier
