FIBS verbindet und unterstützt

Die Idee war, Familien in schwierigen Lebenssituationen eine Anlaufstelle zu bieten und gleichzeitig die Hospiz- und Palliativarbeit in Oberhausen sichtbarer zu machen. Ein halbes Jahr nach der Eröffnung von FIBS am 13. April zieht das Palliativnetz Oberhausen e.V. als Träger der Beratungsstelle eine positive Bilanz. 18 Familien haben das Angebot bislang genutzt. Zugleich hat sich die Geschäftsstelle an der Steinbrinkstraße 227 zu einem Treffpunkt für zahlreiche Einrichtungen und Netzwerkpartner entwickelt.

„FIBS war zunächst eine Vision, bei der wir nicht wussten, ob und wie sie angenommen wird“, erinnert sich Nicole Peters-Bokelmann, Leiterin der Geschäftsstelle. Die Erfahrungen der ersten sechs Monate bestätigen für sie den Bedarf. Manche Familien suchten in einem einzelnen Gespräch Rat, andere nahmen über mehrere Termine hinweg Begleitung in Anspruch. Häufig ging es um existenzielle Fragen und darum, wie Kinder und Jugendliche mit der schweren Erkrankung eines Familienmitglieds umgehen.

Für das Palliativnetz hat FIBS inzwischen eine zweite wichtige Funktion übernommen: Die Räume in Sterkrade bringen Menschen und Einrichtungen zusammen, die sich in Oberhausen mit schwerer Krankheit, Sterben und Trauer beschäftigen. Die beiden ambulanten Hospizdienste sind hier regelmäßig mit Sprechstunden vertreten, hinzu kommen die Pflegeberatung und Angebote weiterer Einrichtungen. Der Verein Sternenzelt nutzt die Geschäftsstelle für Einzelbegleitungen und Treffen seiner Jugendgruppe.

Auch die Netzwerkarbeit profitiert von dem zentral gelegenen Standort. Hier treffen sich Fachleute aus Kliniken, sozialen Einrichtungen und anderen Institutionen zum Austausch. Bei einem Netzwerktreffen mit rund 30 Teilnehmenden wurde es in den Räumen sogar ziemlich eng. Auch die Steuerungsgruppe des Palliativnetzes kommt hier zusammen.

Andreas Stahl, 1. Vorsitzender des Palliativnetzes Oberhausen e.V., freut sich über die Entwicklung. Zugleich richtet er den Blick auf die Zukunft: „FIBS erweitert unsere Arbeit und macht den konkreten Nutzen für die Menschen in Oberhausen unmittelbar erfahrbar. Jetzt wünsche ich mir, dass möglichst viele Entscheidungsträger den Wert und die Notwendigkeit dieses Angebots erkennen und sich für eine verlässliche finanzielle Absicherung einsetzen.“

Denn während die Beratungsstelle inzwischen fest in der Oberhausener Hospiz- und Palliativarbeit verankert ist, finanziert sie ihre kostenfreien Angebote weiterhin über Spenden.

Welche Bedeutung FIBS für die betroffenen Menschen hat, erlebt Peters-Bokelmann in den Beratungsgesprächen. „Es gab schon Situationen, in denen ich dachte: Selbst wenn nur diese eine Familie von unserer Beratung profitiert hätte, dann hätte es sich gelohnt, FIBS zu eröffnen. Und inzwischen habe ich das schon so oft gedacht.“

Mit der Beratungsstelle hat das Palliativnetz sein bisheriges Angebot um eine direkte Unterstützung für Familien erweitert. Gleichzeitig werden die Angebote der unterschiedlichen Hospiz- und Palliativeinrichtungen in der Stadt für Ratsuchende leichter zugänglich.

Kontakt zur FIBS-Geschäftsstelle unter 0208 309 943 10 oder per E-Mail an hallo@fibs-oberhausen.de.