„Wie soll ich das denn schaffen?“


Unterstützung und Begleitung im Alltag mit pflegebedürftigen Angehörigen Pflege findet meist zu Hause statt – oft durch Ehepartner, Kinder oder andere nahestehende Menschen. Viele Angehörige übernehmen diese Aufgabe selbstverständlich und mit großer Fürsorge. Gleichzeitig entstehen im Alltag schnell körperliche, seelische und organisatorische Belastungen. Genau darum geht es in der H.E.L.P.-Fortbildung (Hilfreiche Entlastung und lindernde Pflege) „Wie soll ich das denn schaffen?“ – Unterstützung und Begleitung im Alltag mit pflegebedürftigen Angehörigen, die am 1. Juli 2026 im Pallottihaus, Vikariestraße 2a, Oberhausen, stattfindet. 

Referentin ist Nina Balczun-Rudenhaus, Pflegetrainerin und studierte Pflegemanagerin. Sie stellt die Arbeit der Familialen Pflege vor und zeigt, wie Angehörige beraten, begleitet und entlastet werden können. Im Mittelpunkt stehen praktische Fragen: Wo bekomme ich Hilfe, wenn die Pflege zu Hause zu viel wird? Welche Unterstützung gibt es durch Kooperationspartner? Und wie kann Entlastung angenommen werden? „Viele Angehörige wissen gar nicht, welche Hilfen es gibt und dass sie mit ihrer Situation nicht alleine sind“, erklärt Balczun-Rudenhaus. Das hat sie in ihrer langjährigen Praxis als Altenpflegerin und Pflegetrainerin immer wieder erlebt. Häufig gehe es zunächst darum, die konkrete Belastung im Pflegealltag zu verstehen und gemeinsam zu schauen, welche Unterstützung möglich ist. 

Anhand von Praxisbeispielen zeigt die Referentin, wie unterschiedlich Pflegesituationen sein können. Ein Thema wird auch der Umgang mit demenziell veränderten Menschen sein. Wenn etwa ein Ehemann demenziell erkrankt ist und eine Pflegebegutachtung bevorsteht, entstehen für Angehörige viele Unsicherheiten. „Man muss Menschen mit Demenz nicht immer wieder alles erklären. Oft ist es hilfreicher, die Erkrankung besser zu verstehen und die Kommunikation daran anzupassen“, so Balczun-Rudenhaus. 

Auch Pflegegrade, Begutachtungen und die aktuelle Diskussion um Veränderungen in der Pflegeversicherung werden Thema sein. Durch ihre frühere Tätigkeit beim Medizinischen Dienst, unter anderem in der Einzelfallbegutachtung und Qualitätsprüfung, kennt Balczun-Rudenhaus viele Fragen rund um Pflegegrade und Leistungen aus der Praxis. Die Fortbildung bietet Raum, solche Fragen anzusprechen und Orientierung zu bekommen. Die Veranstaltung richtet sich an pflegende Angehörige, Zugehörige, Interessierte sowie Menschen, die beruflich oder privat mit häuslicher Pflege zu tun haben.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Die Anmeldung ist ab sofort telefonisch möglich unter 0208 / 635 934 33 oder über www.hospizakademie-oberhausen.de. Die Teilnahme ist auf 20 Personen begrenzt.