Am 10.6. kamen die Mitglieder des Palliativnetzes Oberhausen e.V. zu einem weiteren Netzwerktreffen zusammen. Die Besonderheit: 30 Personen versammelten sich erstmals – und auch ausnahmsweise – in den neuen Räumen der Beratungsstelle FIBS, dem besonderen Angebot des Netzwerks in Sterkrade.
Normalerweise treffen sich dort Familien, in denen eine Person schwer erkrankt ist und erhalten hier eine kostenfreie Unterstützung, auf der Suche nach psychosozialen wie medizinisch-begleitenden Angeboten in der Stadt. Von daher ist die Beratungsstelle für 2 bis 8 Besuchende optimiert. Nach einem kleinen Umbau passten nun die 30 Gäste an eigens errichteten Tischen, Bänken und Hockern in die Beratungsstelle und sorgten so für eine gemütliche Atmosphäre.
Bei Wasser, Kaffee, Laugengebäck und Schokocroissants startete der 1. Vorsitzende des Netzwerks, Andreas Stahl, mit einer kurzen Einführung. Dabei verwies er noch einmal auf die Eröffnung des neuen stationären Hospizes, fasste die Idee des Palliativnetzes zusammen und übergab dann den inhaltlichen Staffelstab an die Netzwerkkoordinatorin Nicole Peters-Bokelmann, die in vielfachen Funktionen u.a. auch die neue FIBS-Beratungsstelle leitet. Insofern hatte sie ein Heimspiel und nutze – auch deshalb fand die Veranstaltung dort statt – die Gelegenheit, den Netzwerkpartner:innen das FIBS-Angebot beispielhaft vorzustellen. Die hörten aufmerksam zu, nickten, stellten Fragen und bewiesen so einmal mehr, dass dieses Netzwerk keine Pflichtveranstaltung ist, sondern eine lebendige und auf echtem Interesse beruhende Gemeinschaft.
In den Pausen hob der Geräuschpegel merklich an, als sich alle Akteure vor Ort ins Gespräch miteinander vertieften. Es gab einige neue Gesichter bei diesem Treffen am 10.6. Auch das ein toller Erfolg für das weiter anwachsende Palliativnetz. Ein Foto später war endgültig Zeit für den unmittelbaren Austausch. Pflegedienste, Krankenhäuser, die Kirchen, psychosoziale Beratungsstellen und Sanitätsdienste, Hospize und Palliativdienste … die multiprofessionelle Ausrichtung machte dieses Treffen besonders interessant und verkürzt die Wege im Falle eines Falles. Denn jeder, der an diesem Tag vor Ort war, begleitet Menschen in schweren und schwersten Lebensphasen. Um hier schnell und gut helfen zu können, ist es gut, Gleichgesinnte auf allen Ebenen zu kennen, um ein Telefonat später echte praktische Hilfe leisten zu können.
Das Palliativnetz ebnete den Weg, die Beratungsstelle gab den Rahmen, das starke Netzwerk ist ein junges Resultat, dessen Effekte längst im weiten Feld der palliativen Arbeit angekommen und längst noch nicht ausgeschöpft sind. Von daher war dieses Treffen abermals wichtig. Und FIBS ist um einen Popularitätsschub reicher 😊
