Im Rahmen der monatlichen H.E.L.P.-Fortbildungsreihe spricht der Theologe und Krankenhausseelsorger Johannes Schoenen über den Umgang von Männern mit Krisen.
Ob Jobverlust, Trennung oder Krankheit – Krisen sind Teil des Lebens. Doch gehen Männer wirklich anders damit um als Frauen? Johannes Schoenen wirft in dieser zweistündigen Veranstaltung einen praxisnahen Blick auf Bewältigungsstrategien, stellt Krisenmodelle vor und gibt Denkanstöße für einen gesunden Umgang mit Herausforderungen. „Nicht jedes Problem ist gleich eine Krise – aber wenn sie kommt, ist es wichtig zu wissen, wie man damit umgeht“, so Schoenen.
Die Fortbildung beleuchtet, was eine Krise von einem alltäglichen Problem unterscheidet und welche Ressourcen helfen können, sie zu bewältigen. Dabei greift Schoenen auf eigene Erfahrungen sowie auf bekannte Beispiele aus der Gesellschaft zurück. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Austausch mit den Teilnehmenden. Welche Erfahrungen haben sie selbst mit Krisen gemacht? Welche Strategien haben ihnen geholfen, und wo sind sie an Grenzen gestoßen? Im gemeinsamen Gespräch werden unterschiedliche Bewältigungsmechanismen reflektiert, von sozialer Unterstützung bis hin zu professioneller Hilfe.
Auch gesellschaftliche Einflüsse kommen zur Sprache: Warum neigen Männer tendenziell dazu, seltener über ihre Probleme zu sprechen? Welche Rolle spielen gesellschaftliche Rollenbilder und Erziehung? „Wir werfen auch einen Blick auf populäre Vorstellungen von Männlichkeit – sei es in Liedtexten wie ‚Wann ist ein Mann ein Mann?‘ oder in Medienbildern. Was bedeutet es heute, als Mann mit Krisen umzugehen?“, so Schoenen.
Das rund zweistündige Seminar findet statt am
02.04.2025
von 18:00 bis 20:00 Uhr im
Ambulanten Hospiz Oberhausen e.V.
Marktstraße 165, 46045 Oberhausen
Interessierte Bürger:innen haben ab sofort die Möglichkeit, sich zu dieser kostenfreien Veranstaltung anzumelden. Entweder über die Homepage der Hospiz- und Palliativakademie www.hospizakademie-oberhausen.de oder telefonisch unter 0208/635 934 33. Die Teilnahme ist auf 20 Personen begrenzt.
Bildunterzeile: Theologe und Krankenhausseelsorger Johannes Schönen
Foto: Michael Bokelmann