Am 14. Januar 2026 fand in unserem Palliativnetz Oberhausen e.V. bereits zum zweiten Mal der Neujahrsempfang im Pallottihaus statt. Zwischen 15 und etwa 17.30 Uhr trafen sich dort rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus ganz unterschiedlichen Institutionen, die sich in Oberhausen – und auch darüber hinaus – mit der Hospiz- und Palliativarbeit befassen oder sich dafür interessieren.
So folgten der Einladung Akteurinnen und Akteure aus Hospizen, ambulanten Pflegediensten mit AAPV- und SAPV-Angeboten, Pflegeeinrichtungen, dem Gesundheitsamt sowie der Volkshochschule. Auch eine Einrichtung aus Mülheim war vertreten. Die Zusammensetzung der Teilnehmenden machte deutlich, wie wichtig Vernetzung über die klassischen Akteure der Hospiz- und Palliativversorgung hinaus ist. „Es ist großartig, wenn auch Einrichtungen, die nicht direkt in der Versorgung tätig sind, wissen, was Hospiz- und Palliativarbeit bedeutet, und sich entsprechend vernetzen“, betonte Netzwerkkoordinatorin Nicole Peters-Bokelmann.
Den Neujahrsempfang eröffneten der erste Vorsitzende des Vereins, Andreas Stahl, und anschließend Peters-Bokelmann mit einem kurzen Rückblick auf das Jahr 2025 sowie einem Ausblick auf die Planungen für 2026. Dabei stellte das Palliativnetz zwei zentrale Vorhaben vor: den Aufbau der Beratungsstelle FIBS Familien. Informieren. Beraten. Stärken., sowie die Gründung eines Ethik-Komitees. Beide Themen stießen bei den Teilnehmenden auf großes Interesse und regten einen intensiven fachlichen Austausch an.
Ein besonderes Element des Nachmittags bildete das Themenkarussell. Die Teilnehmenden stellten sich in zwei Kreisen einander gegenüber und kamen jeweils für drei Minuten miteinander ins Gespräch, bevor die Gesprächspartner wechselten. Anhand vorgegebener Fragen tauschten sie sich sowohl über fachliche Aspekte der Netzwerkarbeit als auch über persönliche Themen aus. „So kommen Menschen für kurze Zeit sehr konzentriert miteinander ins Gespräch – auch mit Personen, denen man sonst vielleicht nicht begegnet“, erläuterte Peters-Bokelmann.
Im Anschluss nutzten die Anwesenden bei Kaffee, Kuchen, vegetarischem Fingerfood und diversen Getränken die Gelegenheit zum offenen Austausch. Dabei zeigte sich erneut, wie lebendig das Netzwerk inzwischen gewachsen ist. Der Verteiler des Palliativnetzes umfasst mittlerweile über 100 Interessierte und Einrichtungen. „Dieses Treffen dient auch dazu, Menschen neu oder anders kennenzulernen, die sich hospizlich-palliativ engagieren“, so Peters-Bokelmann.
Den Abschluss des Nachmittags bildete eine kreative Beteiligungsphase mit Blick auf den nächsten Hospiz- und Palliativtag am 10. Oktober 2026. Unter dem Leitthema „Vom Wandel des Lebens. Übergänge im Leben“ konnten die Teilnehmenden an Flipcharts Gedanken und Fragestellungen zu vier Dimensionen des Menschseins festhalten: Körper, Psyche, Soziales und Spiritualität. Die gesammelten Impulse bilden eine erste Grundlage für die weitere inhaltliche Planung des Fachtages.
Der zweite Neujahrsempfang zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll dieses Format für das Palliativnetz ist. In lebhafter, offener und engagierter Atmosphäre entstanden so neue Kontakte und konkrete Ideen für die weitere Zusammenarbeit im Jahr 2026.
